Elektroautos Ad Hoc laden – was ist das eigentlich und wie funktioniert es?

Ad Hoc QR Code

Akku leer, die heimische Ladestation unerreichbar. Was nun? Die Lösung lautet: Ad Hoc Laden. Was genau Ad Hoc Laden bedeutet, wie es funktioniert und welche Vorteile es mit sich bringt, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Definition: Was bedeutet Ad Hoc Laden in der Elektromobilität?

Die E-Mobilität ist auf dem Vormarsch. Um die Akzeptanz für Elektroautos auch in der breiten Masse zu gewährleisten, muss die Anschaffung und Nutzung so unkompliziert wie möglich sein. Ein entscheidender Faktor hierbei ist das möglichst mühelose Laden der Elektrofahrzeuge.

Nicht immer stehen die heimische Ladestation oder die Ladepunkte am Arbeitsplatz zur Verfügung, wenn sich der Akku zu Ende neigt. Damit Sie Ihr Fahrzeug trotzdem problemlos aufladen können, auch wenn gerade keine Säulen des Vertragspartners zur Verfügung stehen, gibt es das Ad Hoc Laden.

Das bedeutet konkret, dass Sie überall spontan elektrisch “volltanken” können, ohne vorher mit dem Betreiber der Ladestation einen Vertrag abzuschließen oder sich anmelden zu müssen.

Gut zu wissen

Quick Facts – das Wichtigste kurz und knapp

  • Ad Hoc Laden bezeichnet das „spontane“ Laden, d.h. ohne vorab eine Registrierung beim Betreiber abschließen zu müssen
  • Sie können an jeder öffentlichen Ladestation Ad Hoc laden
  • Das ist allerdings in den meisten Fällen teurer, als beim Vertragspartner zu laden
  • An allen Ladestationen ist eine kontaktlose Zahlung mit gängigen Kredit- und Debitkarten oder einem webbasierten Zahlungssystem möglich
  • Ab 2023 gibt es ein einheitlichen Bezahlsystem an allen Ladestationen
viele Ladestationen in einer Reihe

Spontan aufladen:
Wo kann man überall Ad Hoc laden?

Betreiber von öffentlichen Ladesäulen müssen gewisse rechtliche Vorgaben beachten. So müssen sie unter anderem die Richtlinien der Ladesäulenverordnung (LSV) umsetzen. Eine dieser Richtlinien besagt, dass Ad Hoc Laden an diesen Stationen ermöglicht werden muss. Dementsprechend kann an allen öffentlichen Ladesäulen Ad Hoc geladen werden.

Ad Hoc Laden und Bezahlen: Wie funktioniert die Abrechnung?

Je nach Betreiber erfolgt die Bezahlung entweder vor oder nach dem Ladevorgang. Bisher galt die Regelung, dass entweder eine Bezahlung mit einem „gängigen kartenbasierten Bezahlsystem“ oder einem „gängigen webbasierten“ Bezahlsystem zur Verfügung stehen muss.

In der Änderung der Ladesäulenverordnung, die ab Mitte 2023 in Kraft treten soll, wurde festgehalten, dass es für alle Ladesäulen künftig ein einheitliches Bezahlsystem geben muss. Diese einfache und transparente Gestaltung soll dazu beitragen, die Nutzung von Elektrofahrzeugen noch attraktiver und barrierefreier zu machen.

Betreiber der Ladestationen müssen gewährleisten, dass an der Station (oder in unmittelbarer Nähe) eine kontaktlose Zahlungsmöglichkeit für alle gängigen Kredit- und Debitkarten zur Verfügung steht. Dazu gehört auch eine Eingabemöglichkeit für die Karten-PIN. Das einheitliche Bezahlsystem gilt für alle Ladesäulen, die ab Juli 2023 in Betrieb genommen werden, bestehende Ladepunkte müssen jedoch nicht nachgerüstet werden.

Wie kann ein Ad Hoc-Ladevorgang gestartet werden?

An den meisten Ladestationen läuft der Ad Hoc-Ladevorgang ähnlich ab. Deshalb erklären wir Ihnen das Vorgehen anhand der ChargeHere Ladelösungen:

  1. Sie scannen den QR-Code am ChargeHere Ladepunkt mit Ihrem Smartphone
  2. Sie werden auf eine Website weitergeleitet, auf der Sie Ihre Kreditkartendaten eingeben
  3. Nach der Zustimmung der AGB & Datenschutzbestimmungen wird der Ladevorgang gestartet
  4. Der Rechnungsversand erfolgt direkt nach Beendigung des Ladevorgangs

Lernen Sie die Ladelösungen von ChargeHere kennen

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Wie teuer ist Ad-hoc Laden?

Beim Ad-hoc Laden müssen Sie mit höheren Kosten rechnen, als bei einem vertraglich festgelegten Tarif. Die genauen Kosten variieren je nach Betreiber. Die meisten öffentlichen Ladepunkte und das größte Schnellladenetz bietet der Energieversorger EnBW. Spontanes Laden kostet hier ungefähr zwischen 45 und 55 Cent pro Kilowattstunde. Die meisten Betreiber bieten jedoch unterschiedliche Ladetarife an, die sich dann lohnen, wenn Sie häufiger Ad-hoc aufladen müssen.

Ausblick: Mehr Lademöglichkeiten, mehr Transparenz, mehr E-Mobilität

Möglichkeiten zu schaffen, das Elektrofahrzeug auch spontan aufzuladen und dafür jede öffentliche Ladesäule nutzen zu können, sind Schritte in die richtige Richtung. Auch die Vorgaben für das einheitliche Bezahlsystem ab 2023 tragen zu einer höheren Akzeptanz bei. Nach wie vor schauen allerdings noch viele mit skeptischem Blick auf die E-Mobilität. Die meistgenannten Gründe dafür sind einerseits die Anschaffungskosten von Elektroautos, aber auch die uneinheitlichen Kosten für Ad Hoc Laden und die (noch) geringe Dichte an Lademöglichkeiten.

Mit ChargeHere wird das Laden von Elektrofahrzeugen komfortabel und einfach. Mit unseren Ladeinfrastrukturen möchten wir dazu beitragen, dass Lademöglichkeiten – gerade am Arbeitsplatz – zur Verfügung gestellt und ausgebaut werden.

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