Faktencheck: Die 5 großen Mythen über Elektrofahrzeuge

Elektromobilität Mythen

Elektromobilität in Deutschland ist auf der Überholspur: Bereits Mitte des Jahres sind 756.500 E-Autos in Deutschland zugelassen. Schon jetzt entspricht das jedem vierten Fahrzeug und die Anzahl an Neuzulassungen nimmt rasant zu.

Doch mit steigendem Interesse an E-Autos kommt auch die Skepsis. Wie umweltschädlich ist die Herstellung und droht uns eine Überlastung des Stromnetzes?

In den letzten Jahren haben sich viele Mythen angesammelt – berechtigte Zweifel oder doch nur Panikmache? Wir räumen auf.

Mythos 1: Elektroautos sind in der Herstellung umweltschädlicher als Verbrenner-Motoren

Es ist bewiesen, dass Elektroautos Aufholbedarf in Sachen Herstellungsprozess haben. Der hohe Energieaufwand in der Herstellung und die damit verbundene Treibhausgas-Emission hängt zu großen Teilen mit dem Akku zusammen. Die CO2-Mehrbelastung liegt hier zwischen 40 und 60 Prozent.

Elektroautos holen erst im Laufe ihres Lebenszyklus die Verbrenner-Motoren wieder ein. Dieser sogenannte „Break-Even-Point“ kann je nach Hersteller variieren. Ist der Break-Even-Point überschritten, können E-Autos Ihre CO2-Vorteile ausspielen. Auch ein Pluspunkt: E-Autos haben im Gegensatz zu Verbrennern eine wesentlich höhere Lebenszyklus-Bilanz.

Wer sich ein Elektroauto anschafft muss zwar damit rechnen, mit einem CO2-Rückstand gegenüber Verbrenner-Motoren zu startet, allerdings wird dieser im Laufe der Nutzungsdauer wieder aufgeholt.

Mythos 2: Elektroautos sind in der Anschaffung viel zu teuer

Ein teurer Spaß! Das kommt einem in den Sinn, wenn man an Elektroautos denkt. Doch so ist es gar nicht. Elektroautos werden immer erschwinglicher. Die Preise der Batterien sind in den letzten zehn Jahren um rund 80 Prozent gesunken.

Zwar ist es aktuell noch so, dass die meisten Elektroautos in der Anschaffung etwas mehr als ein vergleichbarer Verbrenner kostet, jedoch sollten Sie im Hinterkopf behalten, dass E-Autos durch steuerliche Erleichterungen, Förderungen sowie geringe Betriebskosten die Mehrkosten im Anschaffungspreis in nur wenigen Jahren ausgleichen.

Der Staat unterstützt den Boom an E-Autos – und damit auch Sie. Ab dem Jahr 2023 sollen E-Autos von bis zu 40.000 Euro netto mit einer Förderung von bis zu 4000 Euro unterstützt werden. Auch attraktiv sind die deutlich geringeren Kosten bei Wartung und Service, da die Technik bis auf Bremse, Klimaanlage und Scheibenwasser wartungsfrei ist. Ganz zu schweigen von den Strompreisen, die pro Kilometer bei nur 30% im Vergleich zu den Spritpreisen liegen.

Betrachten Sie also das Gesamtbild. Ein E-Auto liegt in der Anschaffung zwar über dem Kaufpreis eines Verbrenner-Motors, hält jedoch viele Vorteile bereit, die sich auf lange Sicht lohnen.

Mythos 3: Es gibt zu wenig Ladestationen

Ein Mythos, dem wir bei ChargeHere auf jeden Fall einen hohen Stellenwert zurechnen. Aber stimmt das überhaupt? In Deutschland gibt es bereits zehntausende Ladestationen und es werden täglich mehr.

Die EnBW bietet einen einfachen Zugang zum größten öffentlichen Schnellladenetz, dem EnBW HyperNetz, in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit der EnBW mobility+ App haben Kunden europaweit Zugang zu bereits über 300.000 Ladepunkten verschiedener Anbieter. Auch zu beachten gilt, dass 70 Prozent aller Ladevorgänge von Zuhause oder bei der Arbeit erledigt werden.

Um dies zu ermöglichen, unterstützen wir Unternehmen auf ihrem Weg in die Elektromobilität. Als Spezialist für große Parkflächen konzipieren wir vom Pre-Check, über die Planung, Installation bis hin zur Wartung für jedes Unternehmen die passende Ladelösung. Durch unsere umfassenden Services erleichtern wir Unternehmen den Umstieg auf Elektromobilität mit dem Ziel bereits heute allen Autofahrenden zu ermöglichen, sich für die Elektromobilität zu entscheiden. Unsere Motivation ist es, die Elektromobilität alltagstauglich zu machen, indem jede Parkfläche zur Lademöglichkeit wird.

Mythos 4: Die Reichweite ist zu niedrig, die Ladezeit zu hoch

Tatsächlich liegt ein vollgeladener Akku eines E-Autos unter einer Tankfüllung Diesel oder Benzin. Ein vollgeladener Akku entspricht einer Reichweite von rund 450 Kilometer je nach Modell und Hersteller. Eine solch hohe Reichweite muss man erstmal zurücklegen.

Im Durchschnitt beträgt die Strecke, die pro Tag zurückgelegt wird, ca. 35 Kilometer. Eine Strecke, die ein Elektroauto mehrmals täglich fahren könnte. Wenn der tägliche Bedarf unter der der entsprechenden Reichweite von 450 km liegt und das E-Auto am Abend wieder am Strom steckt, gibt es nichts zu befürchten.

Und sollte es doch mal länger werden, gibt es viele Ladestationen in ganz Deutschland und darüber hinaus. Dort kann man dann in ca. 30 Minuten den Akku zur Hälfte laden und weiter düsen.

Mythos 5: Droht uns eine Überlastung des Stromnetzes?

ChargeBase

Verkraftet unser deutsches Stromnetz überhaupt einen enormen Anstieg von Elektroautos? Mit dieser Frage beschäftigten sich bereits einige Studien. Sie alle kamen zu dem Entschluss. Definitiv Ja. Unser Jahresstromverbrauch liegt jährlich bei 520 Terawattstunden. Eine Millionen E-Autos würden jährlich gerade einmal 2,4 Terawattstunden aufwenden – das wäre ein Anteil von 0,5 Prozent.

Unser Stromnetz würde dies wohl allemal verkraften. Auch produziert Deutschland derzeit mehr Strom als wir aktuell brauchen. Eine Sorge ist hier also ganz unbegründet.

 

Gut zu wissen

Die Herstellung und Anschaffung von Elektrofahrzeugen ist immer noch im Wandel. Die ein oder anderen Bedenken vielleicht begründet. Aber wir müssen das große Ganze im Auge behalten. Langfristig gesehen profitieren wir von diesem Wandel und unsere Erde tut dies auch.

Wir von ChargeHere möchten Ihnen den Übergang in die Welt der E-Mobilität erleichtern. Mit unseren Komplettlösungen und den neuesten Standards unterstützen wir Sie von der Planung über die Installation bis hin zur Inbetriebnahme der Ladelösung und Abrechnung der Ladevorgänge.

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