E-Mobility Carré: Testszenarien und Auswirkungen von Corona

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Seit mittlerweile sieben Monaten haben die Bewohner in Tamm durch das E-Mobilität-Carré die Möglichkeit, mit unserer Ladelösung ihre E-Fahrzeuge zu laden.

In diesem Beitrag möchten wir euch nun einen kleinen Einblick geben, was in den letzten Monaten dort passiert ist und welche Auswirkungen Corona hatte.

Netzintegration von E-Mobilität in Mehrfamilienhäusern

Zu allererst: Das Ziel des E-Mobility Carré NETZLabors der Netze BW GmbH ist es, die Netzintegration von Elektromobilität in Mehrfamilienhäusern zu erweitern.

Nachdem die E-Pioniere in Tamm stolze Besitzer von E-Autos sind, konnten sie ihren e-Golf oder i3 ausführlich testen und nutzen. Wie das Ganze aussah? Sie legten sowohl kurze als auch lange Strecken zum Einkaufen, zur Arbeit aber auch in den Urlaub zurück. Dazu gehört natürlich das Laden an unterschiedlichen Standorten, wie dem Supermarkt, der Raststätte oder dem Parkhaus und letztendlich natürlich zuhause in Pura Vida an der ChargeHere-Ladelösung.

Zu Beginn des Projekts wurden keinerlei aktive Tests durchgeführt. Der Fokus lag lediglich darauf, herauszufinden, wann und wie oft geladen wird und welche Auswirkungen sich daraus auf das Stromnetz ergeben.

Erste Testphase: Stufenweise Reduktion der Hausanschlussleistung

In der ersten Testphase wurde ein sogenannter „Stresstest“ durchgeführt. Dieser Test dient vor allem dazu, das Stromnetz durch das gleichzeitige Laden von vielen E-Autos gezielt stark zu belasten, also zu „stressen“. So können Auswirkungen der Elektromobilität auf das Stromnetz bei übermäßig starker Belastung analysiert werden, um zum Beispiel sicherzustellen, dass die E-Autos am nächsten Morgen wieder vollgeladen sind. Das wird auch als netzverträgliches Laden bezeichnet.

Doch wie wird das getestet? Um optimale Werte zu erhalten, wird die Hausanschlussleistung zunächst stufenweise reduziert. Hierbei kommt unser dynamisches Lastmanagement zum Einsatz: die Ladeleistung passt sich dem Gebäudebedarf, in diesem Fall der Pura Vida, an. So kann die verfügbare Anschlussleistung für alle Ladepunkte optimal genutzt werden.  Zusätzlich wurde ein Batteriespeicher, der maximal 36 kW speichern kann, eingebunden.

Regelmäßiger Austausch mit E-Pionieren

Außerdem stand man in regelmäßigem Dialog mit den E-Pionieren, um herauszufinden, wie die Reduktion der Leistung wahrgenommen wird. Eine Umfrage unter den Bewohner zufolge zeigte, dass mehr als 90 Prozent die Leistungsdrosselung überhaupt nicht wahrgenommen haben. Eine tolle Nachricht für das Vorantreiben der E-Mobilität!

Die nächste Testphase lässt nicht lange auf sich warten: hier wird dann der Fokus auf die Entlastung der Stromnetze, also einem netzdienlichen Laden, gesetzt. Dabei sollen unterschiedliche Lademanagement-Ausprägungen untersucht werden.

Corona und ihre Auswirkungen auf die Ladevorgänge

Bis Mitte März wurden durchschnittlich 60 kW im Monat für das Laden in der Tiefgarage benötigt. Homeoffice und die Schließung von Schulen und Kindergärten hat sich auch beim Ladeverhalten bemerkbar gemacht: in der Coronazeit wurde nur noch durchschnittlich die Hälfte geladen. Dies kann von den E-Pionieren selbst auch bestätigt werden: während Corona wird morgens weniger gefahren und dementsprechend weniger geladen. Die durchschnittliche Ladedauer pro Ladevorgang ist aber ähnlich geblieben.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass die Leistungsspitzen der Tiefgarage im Schnitt um circa 40 Prozent zurückgegangen sind. So laden aktuell durchschnittlich 9 der 58 E-Autos und nicht mehr 13 E-Autos gleichzeitig.

Wir sind gespannt auf die Ergebnisse der zweiten Testphase!

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